The Other Chelsea
Der Berliner Regisseur Jakob Preuss hat einen Film gedreht, der den EM-Ort Donezk porträtiert: “The Other Chelsea“.
Fit für Polen?
Das Wissen über das Euro 2012-Gastgeberland Polen lässt sich jetzt bei Spiegel Online überprüfen.
Lenin bei EM unerwünscht
Die Ukraine hat ein neues Werbevideo für die Europameisterschaft 2012 herausgegeben, und schon gibt es wieder Ärger: Wie die Londoner Daily Mail berichtet, wurde ein Lenin-Denkmal als offenbar politisch nicht opportun einfach aus dem Stadtbild entfernt. Doch auch der Daily Mail unterlief in ihrem Bericht ein Patzer: der Freiheitsplatz, über den der russische Revolutionsführer von 1917 noch immer wacht, befindet sich im ostukrainischen Charkiw und nicht in der Hauptstadt Kiew. In dem Video wurden übrigens auch Straßen und Plätze weiterer Gastgeberstädte “gesäubert” - etwa von unerwünschter Straßenreklame.
Flughafen Kiew-Borispol – Ausbau für die Fussball-EM 2012 in der Ukraine
(Jens Flottau / maiak.info) Kiew-Borispol ist der grösste Flughafen der Ukraine und wird derzeit für die Fussball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine massiv ausgebaut. Der lange vernachlässigte Flughafen Kiew-Borispol bekommt gleich zwei neue Terminals, eines für Billigfluggesellschaften und ein neues Abfertigungsgebäude für internationale Flüge der klassischen Fluggesellschaften.
Kiew-Borispol: Vom Renommier-Flughafen zum Schlusslicht
Wenn es gut läuft für einen Flughafen, sieht man das an der Zahl der Baukräne. Je mehr, desto besser. Auf dem Flughafen Kiew-Borispol ist die Zahl der Baukräne dramatisch angestiegen, um gleich zwei neue Abfertigungsgebäude zu bauen, eines für Billigfluggesellschaften und eines für internationale Flüge der klassischen Fluggesellschaften. Kiew-Borispol soll bereit gemacht werden für den Passagier-Ansturm der Fussball-Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine.
Der Flughafen Kiew-Borispol wurde lange vernachlässigt. Auf dem grössten Flughafen der Ukraine müssen sich die Passagiere der internationalen Flüge von Terminal B zu Fuss durch Taxifahrer und Händler über einen grossen Parkplatz quälen, um einen Inland-Weiterflug im separaten Terminal A zu erreichen. Schalter und Gastronomie versprühen den “Charme” des ehemaligen Militärflugplatzes, der Kiew-Borispol bis 1959 tatsächlich war.
Dabei war Kiew-Borispol nach seiner Umwandlung in einen Zivil-Flughafen in Osteuropa führend: 1979 erhielt er als erster Flughafen der Sowjetunion ein Instrumentenlandesystem. Dann aber rutschte Kiew-Borispol vom Renommier-Flughafen zum Schlusslicht ab.
Neues Abfertigungsgebäude für Billigfluggesellschaften
Dabei sind die Passagierzahlen auf dem Flughafen Kiew-Borispol seit Jahren konstant gewachsen, wie Flughafen-Chef Boris Schachsuwarow betont. Doch bürokratische Hürden und Geldmangel haben immer wieder dazu geführt, dass der längst überfällige Ausbau des Flughafens immer wieder nach hinten geschoben wurde.
“Wir haben schon in den 1990er Jahren ein neues Abfertigungsgebäude geplant, konnten aber erst jetzt mit dem Bau beginnen”, erklärt Schachsuwarow und gibt zu: “Mit dem derzeitigen Terminal sind wir schon lange nicht mehr zufrieden.” Es sei einfach zu klein geworden.
Nun wird trotz der schlimmen Wirtschaftskrise, welche die Staatsfinanzen der Ukraine massiv belastet, in zwei Stufen ausgebaut. In diesen Wochen sollte eigentlich das neue Abfertigungsgebäude für Billigfluggesellschaften in Betrieb gehen, das seit 2009 in Leichtbauweise errichtet wird. Aussen ist es weitgehend fertig gestellt, am Innenausbau wird aber noch gearbeitet.
In dem neuen Abfertigungsgebäude sollen jährlich vier Millionen Passagiere von Billigfluggesellschaften Platz finden. Zum Vergleich: 2008 kam der Flughafen insgesamt auf 6,8 Millionen Fluggäste. Derzeit ist Wizz Air die größte Billig-Airline in Kiew, doch es gibt eine grössere Nachfrage von anderen Anbietern, die auf diese Weise befriedigt werden soll.
Das neue internationale Terminal von Kiew-Borispol steht im Abseits
Ein halbes Jahr vor dem Grossereignis der Fussball-Europameisterschaft 2012, also Ende 2011, soll das neue Terminal D eröffnet werden. Das Gebäude bietet nach den Planungen Platz für neun Millionen internationale Passagiere pro Jahr – steht allerdings einen Kilometer entfernt von der bestehenden Abfertigungshalle, die dann als Inlandsterminal genutzt werden soll.
Es werde eine technische Lösung für Passagiere geben, die von internationalen auf innerukrainische Flüge umsteigen wollen, versichert Schachsuwarow, ohne zu erläutern, wie diese genau aussieht. Voraussichtlich wird es sich dabei schlicht um einen Bus handeln, der zwischen den beiden Gebäuden hin- und herpendelt.
Kiew-Borispol soll zum “Drehkreuz” werden
Bequemes Umsteigen wäre vor allem deswegen wichtig, weil der Flughafen Kiew-Borispol gerne zu einem “Drehkreuz” werden würde, mit einem höheren Anteil von Umsteigern. Doch neben infrastrukturellen Voraussetzungen müssten noch einige andere Bedingungen erfüllt werden.
Die beiden grössten ukrainischen Fluggesellschaften Aerosvit Airlines und Ukraine International müssten fusionieren, damit eine ausreichende Zahl von Flügen miteinander “verknüpft” werden könnte. Das Thema wird immer wieder einmal politisch diskutiert, doch entschieden ist bislang noch nichts, obwohl es für diese Lösung selbst innerhalb der Branche viele Befürworter gibt.
Doch Kiew-Borispol muss wachsen, wenn es auf Dauer nicht den Anschluss verlieren soll. In Moskau expandiert vor allem der Flughafen Domodedowo erfolgreich und zieht immer mehr Umsteigeverbindungen an. Und im Süden der Ukraine hat Turkish Airlines grosse Pläne, das Drehkreuz in Istanbul weiter auszubauen. Turkish Airlines will das Streckennetz vor allem im Umkreis von zwei bis drei Flugstunden rund um Istanbul ausbauen. Das betrifft dann auch Kiew-Borispol.
Dieser Text ist lizenziert unter Creative Commons BY-SA 3.0.
Nationalisten demonstrieren in Kiew gegen ausländische Spieler
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind in dieser Woche laut einem Bericht der Tageszeitung Kommersant rund 5.000 nationalistische Fussballanhänger auf die Straße gegangen. Dabei wandten sie sich gegen mögliche Pläne einer Vereinigung der ukrainischen mit der russischen Fussballliga, die sie als erstes Zeichen einer Vereinigung der beiden Länder deuteten. Weiterhin wandten sie sich gegen ausländische Spieler im ukrainischen Fussball sowie gegen das Verbot von Feuerwerkskörpern in Stadien.
Vor dem Finale
Vor dem letzten Finale in der Geschichte des UEFA-Pokals, der in der kommenden Saison durch die Europa League abgelöst wird, erinnert die Tageszeitung Kommersant an den Weg von Werder Bremen und Schachtjor Donezk ins Finale. Beide Mannschaften haben, so die Zeitung, die Chance, mit einem Sieg im Endspiel eine schlecht begonnene Saison zu retten. Die Chancen für die Teams sieht der Kommersant dabei als in etwa gleichwertig an:
„So muß Schachtjor, im Gegensatz zu Werder, vor dem Finale weniger wesentliche Ausfälle im Kader hinnehmen. Bei den Donezkern fehlt heute nur eine gesperrte Stütze, der Halbverteidiger Tomáš Hübschman. Spieler, die ihn ersetzen können, gibt es bei den “Bergleuten” genug – Igor Duljaj, Mariusz Lewandowski, Alexej Gaj. Die Bremer haben Fußballer verloren, für die es problematisch wird, einen gleichwertigen Ersatz zu finden. Dies betrifft vor allem den gesperrten Anführer von Werder, den Spielmacher Diego, der eine hervorragende Saison absolvierte und nach deren Ende den Bremer Klub verläßt - der Brasilianer hat bereits einen Vertrag mit dem italienischen Juventus unterschrieben. Verletzungsbedingt spiet gegen Schachtjor auch nicht der zentrale Stammverteidiger der deutschen Mannschaft Per Mertesacker. Wie auch Diego muss Stürmer Hugo Almeida seine Gelbsperre absitzen.
Der Vorteil von Werder im Finale wird die große Erfahrung erfolgreicher Auftritte in europäischen Wettbewerben sein. Der Bremer Verein, der regelmäßig in der Champions League spielt, kam im Gegensatz zu Schachtjor mehrmals über die Gruppenphase hinaus. Zu den Erfolgen von Werder gehört auch ein Sieg auf der europäischen Bühne – in der Saison 1991/1992 gewann die Bremer Mannschaft, für die damals der jetztige Trainer Thomas Schaaf spielte, den Europapokal der Pokalsieger durch einen 2:0 – Finalsieg gegen das französische Monaco. Nebenbei bemerkt verlief die Saison für Werder in der deutschen Meisterschaft mit einem zehnten Platz auch nicht gerade erfolgreich. Und auch Spiele, in denen von der ersten bis zur letzten Minute Konzentration gefordert ist, absolvieren die Bremer in der deutschen Liga weit häufiger, als die Donezker in der ukrainischen Meisterschaft.“
Bunte Bushaltestellen
Geo.de veröffentlicht eine Fotostrecke mit Bildern von ukrainischen Bushaltestellen, gegen die deutsche Wartehäuschen ziemlich alt aussehen. Im dazugehörigen Interview geht es um eine Radreise von Berlin an die Wolga, die unter anderem auch durch Polen und die Ukraine führte.
Ein ukrainisch-deutsches Finale!
Nach den heutigen Viertelfinalbegegnungen im UEFA-Cup ist es amtlich: Am 20. Mai 2009 werden sich im Istanbuler Şükrü-Saraçoğlu-Stadion eine deutsche und eine ukrainische Mannschaft im Endspiel um den Pokal gegenüberstehen. In einer innerukrainischen Begegnung treten im Halbfinale Schachtjor Donezk und Dynamo Kiew gegeneinander an. Der zweite Finalplatz wird im norddeutschen Derby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV ausgespielt. Wird es also am 20. Mai Werder gegen Dynamo heißen? Spielt Hamburg gegen Donezk um die Trophäe? Oder Bremen gegen Schachtjor, oder HSV gegen Kiew? Und geht der Pokal in die Ukraine oder nach Deutschland? PoKraine hält Sie über die Hintergründe auf dem Laufenden!
Fan-Europameisterschaft in Lemberg
Schon drei Jahre vor der EURO 2012 in Polen und der Ukraine kann Lemberg Erfahrungen bei der Ausrichtung eines Fußballturniers sammeln. Wie football.ua berichtet, soll die Europameisterschaft der Fans im Juni 2009 in der westukrainischen Stadt stattfinden. Teilnehmen sollen 16 Mannschaften aus ganz Europa.