Breslau (Wrocław)

Breslau (Wrocław) hat über 630.000 Einwohner und ist damit die viertgrößte Stadt Polens. Die Stadt liegt an der Oder in der Woiwodschaft Niederschlesien. Zu den größten Sehenswürdigkeiten zählt der 1244 bis 1341 errichtete Breslauer Dom. Von der jüngeren Geschichte erzählen dagegen die Breslauer Zwerge (krasnale). Sie erinnern an die politische Opposition der 1980er Jahre.

Bild: pixelio.de

Fußball

In der deutschen Fußballgeschichte ist der Name Breslau mit dem 8:0-Sieg über Dänemark am 16. Mai 1937 verbunden. Die von Sepp Herberger trainierte Mannschaft war fortan als Breslau-Elf bekannt. Der SV Blitz 1897 Breslau war im Jahr 1900 eines der Gründungsmitglieder des DFB. Unter dem Namen SC Schlesien Breslau kam der Verein nie über das Viertelfinale in der Deutschen Meisterschaft hinaus. Der 1947 als WKS Pionier gegründete Verein Śląsk Wrocław konnte seinen größten Erfolg 1977 mit dem Gewinn der Polnischen Meisterschaft feiern. Im selben Jahr erreichten die Schlesier auch das Viertelfinale im Europapokal der Pokalsieger. Zur Saison 2008/2009 gelang der Wiederaufstieg in die Ekstraklasa. Nachdem zunächst vorgesehen war, für die Euro 2012 das Olympiastadion (Stadion Olimpijski) zu sanieren, ist nun ein Stadionneubau im Stadtteil Maślice (Masselwitz) für 42.000 Zuschauer vorgesehen. Über einen Namen für das neue Stadion wurde noch keine Entscheidung getroffen.

Breslau literarisch

Das Breslau der 1930er und 40er Jahre hat der polnische Altphilologe Marek Krajewski für seine Krimis rund um den Kriminalrat Eberhard Mock rekonstruiert. Aus der in Polen äußerst erfolgreichen Reihe wurden bislang Gespenster in Breslau, Der Kalenderblattmörder sowie Tod in Breslau ins Deutsche übersetzt. Voraussichtlich im Frühjahr 2008 wird in Deutschland mit Festung Breslau der letzte Teil der Reihe erscheinen.

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